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Tauet Himmel den Gerechten


Wort-Gottesfeier im Advent – gestaltet von Caroline und den kath. Frauen St. Nikolaus


Neben dem Adventskranz mit den vier Kerzen ist auch das Rorate charakteristisch für den Advent; Rorate bedeutet „tauet“. Die Frauen sind in diesem ersten Rorate der Bedeutung des Taus nachgegangen, der in gängigen Adventsliedern zum Ausdruck kommt. Wir kennen diese Lieder und tun uns doch schwer mit ihrem Inhalt. Nicht verwunderlich, denn der Vers, der ihnen zugrunde liegt, stammt vom alttestamentlichen Propheten Jesaja.

Taut, ihr Himmel, von oben, /

ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!

Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, /

sie lasse Gerechtigkeit sprießen. /

Ich, der Herr, will es vollbringen.


Dieser Vers entstand vermutlich ca. 500 v. Chr. in der babylonischen Gefangenschaft – ebenfalls in einer Zeit großer Krise – und brachte den Wunsch nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Heil zum Ausdruck. Später wurde dieser Vers auf Jesus, den versprochenen Heiland und Messias übertragen und in den Advent verlegt, denn im Advent wird das Heil und die Gerechtigkeit Gottes angekündigt, die durch das Kommen des Gottessohnes Wirklichkeit wird und am Ende der Zeiten zur Vollendung gelangen wird.


Heute wie damals sehnen sich viele Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit, nach einem heilen Leben. Der Tau, der nachts auf Blumen und Gräser fällt und diese nach der Hitze des Tages wieder belebt, ist ein Sinnbild für dieses Heil, das für uns Christen mit der Taufe begonnen hat. Der Advent schenkt uns die Zeit, uns wieder auf dieses Leben zu besinnen, in das Gott uns geleiten will.


Die Frauen haben ein Bodenbild zum Thema gestaltet, den alten Text aktualisiert und passende Lieder dazu ausgewählt und haben damit ein nicht so geläufiges adventliches Thema zur Sprache gebracht.




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