Advent und Weihnachten im hl. Jahr 2025
- pfarreistnikolausu
- 29. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Dez. 2025

Ultner Christbaum auf dem Petersplatz

Das Weihnachtsfest wurde heuer durch ein besonderes Ereignis eingeläutet. Ein Christbaum aus Ulten ziert heuer zum auslaufenden hl. Jahr 2025 den Petersplatz. Zur offiziellen Übergabe der Fichte an den Vatikan am 15. Dezember versammelte sich eine Delegation aus Südtirol auf dem Petersplatz, bestehend aus den Musikkapellen, Chören, Volkstanzgruppe, Schützen und Bürgermeistern des Ultentales und von Algund, der Jodlerin Anneliese Breitenberger, Ulrich Gamper, Rosmarie Pamer und Bischof Ivo Muser. Link
Versöhnungsweg in den Kirchen von St. Nikolaus und St. Gertraud
Im Advent wurden die Gläubigen von St. Nikolaus und St. Gertraud vom 3. bis zum 4. Adventsonntag zu einem Versöhnungsweg in der Kirche eingeladen, den Christa mit viel Einsatz und Liebe zum Detail vorbereitet und aufgebaut hat. Der Weg bestand aus 6 Stationen mit Besinnungstexten zu verschiedenen adventlichen Symbolen und Heiligen.
„Adventliche Gestalten wollen uns ansprechen und uns einladen, Ohren und Herzen zu öffnen, unsere Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott zu bedenken, uns als Tochter und Sohn Gottes wahrzunehmen und uns somit auf Weihnachten einzustellen.“
Christmette in allen Kirchen der Pfarreien Ulten
Zum 5. Mal in Folge gelang es auch heuer wieder, nicht nur in den Pfarrkirchen, sondern auch in den Filialkirchlein von St. Moritz und Kuppelwies um 16.00 Uhr eine Christmette mit Krippenspiel für die Familien anzubieten. Die vollen Gotteshäuser bestätigten, dass diese Form der Christmette von den Familien sehr gut angenommen wird.
In St. Walburg zelebriert Pfarrer Franz die hl. Messe, in den übrigen Kirchen wurde der Gottesdienst von den Leiterinnen der Wort-Gottes-Feiern Christa in St. Gertraud, Verena in St. Nikolaus, Gudrun in St. Moritz und Brigitte in Kuppelwies geleitet. Die Einübung des Krippenspieles übernahmen Gudrun in St. Nikolaus und St. Gertraud, Monika in Kuppelwies, Evi und Carmen in St. Walburg. Gudrun, Fam. Karlegger, Karin und andere Eltern stellten Kleider und Requisiten zur Verfügung.
Der Gottesdienst wurde durch ein Sprechspiel eingeleitet, in dem die Verkündigung der frohen Botschaft von den Sprecherinnen in Frage gestellt wird. Es gibt so viel Elend und Leid in der Welt, das die frohe Botschaft übertönt - symbolisch dargestellt durch Steine, die die Kinder und Jugendlichen in die Krippe legten. Und doch wird zu Weihnachten das Unmögliche möglich: In einem hilflosen Kind finden Hirten Gott und sie erkennen: Gott ist mitten unter uns.
Die vorgetragene Lesung aus dem Buch Jesaja machte den Menschen in dunkler Zeit Mut. Wo Gott die Erde berührt, wird das Unmögliche möglich: Misstrauen, Neid, Hartherzigkeit und Traurigkeit verwandeln sich in Verständnis, Barmherzigkeit und Freude. Als Zeichen dafür legten die Kinder Blüten in bzw. um die Krippe.
Es folgte die Darstellung des Evangeliums von der Geburt Christi nach Lukas - kindgerecht umgeschrieben von Veronika Hofer aus Kastelruth. Die Kinder der jeweiligen Dörfer und Weiler haben das Krippenspiel – wie jedes Jahr - mit viel Freude und Begeisterung gespielt.
In der Ansprache haben die Leiterinnen das Thema der Steine und Blüten wieder aufgenommen. Jesus hat die Steine der Not und des Leides nicht beseitigt, aber er hat Heilung ermöglicht. Er hat die Menschen tief im Herzen berührt, hat ihnen Augen und Ohren geöffnet; er hat eine andere Perspektive aufgezeigt und dadurch Wandlung ermöglicht. Auch wir vermögen vieles zum Besseren zu verändern, wenn wir etwas von der Botschaft Jesu umsetzen.
In den Fürbitten riefen Kinder uns auf, Blüten des Friedens, der Hoffnung und Freude zu streuen und das Böse zu überwinden.
Nach dem Friedensgruß und dem Segen wurden die Lichter gelöscht und das Lied „Stille Nacht“ erklang durch den nun schon fast dunklen Raum.
Zum Abschluss des Gottesdienstes erhielten die Teilnehmer eine Blüte, die uns daran erinnern soll, dass durch Gott das Unmögliche möglich macht und dass wir mithelfen können, diese Welt zu verwandeln.
Die Leiterinnen haben allen gedankt, die mitgeholfen haben, diese Christmette so ergreifend und feierlich zu gestalten, allen voran den Kindern, die mitgespielt und mitgesungen haben. Ein besonderer Dank gilt den Singgruppen, die ihre Zeit dafür eingesetzt haben, die Gottesdienste so feierlich zu gestalten. Viele Kinder konnten dabei auch ihr musikalisches Können unter Beweis stellen.
In St. Moritz erfreute der „Ultner Vier G`sang“ mit Franz und Hans Marsoner, Peter Paris und Hannes Schwienbacher, die Besucher mit ihrem Gesang.
In St. Nikolaus sangen Rita und Sidonia die Lieder, begleitet von Gertrud, Judith, Jana und Maria auf der Gitarre sowie Ida, Vanessa und Julia auf der Querflöte.
In St. Walburg leiteten Raphaela, Inge und Verena den Kinderchor, der von Lia mit der Gitarre und von Kindern mit verschiedenen Instrumenten begleitet wurde. Auf der Ziehharmonika spielte Leonie.
In Kuppelwies erfreuten Marlen und Lydia die Besucher mit ihren Liedern und spielten dazu verschiedene Instrumente.
In St. Gertraud übernahm Lehrerin Maria mit den Kindern die musikalische Gestaltung. Zudem spielten Damian mit der Ziehharmonika und Klara und Annika einige Stücke mit ihren Instrumenten.
Nach dem Gottesdienst ließen Mitglieder der Musikkapellen auf dem Kirchplatz noch weihnachtliche Weisen erklingen und die Besucher*innen verweilten noch ein wenig bei einem Umtrunk.
Auf diese Weise wurden viele Pfarrmitglieder – v.a. viele Kinder in die Gestaltung der Gottesdienste eingebunden. Alle, die einen Dienst übernommen haben, haben dazu beigetragen, ein kleines Stück Hoffnung in die Welt zu tragen. Gerade für unsere Kinder ist es sehr wichtig, die Botschaft von der Geburt Jesu auf anschauliche Weise und mit allen Sinnen weiterzutragen in einer Zeit, die immer stärker vom medialem Konsum- und Weihnachtsrummel geprägt wird.
Seit 40 Jahren Konzert der Bänkelsänger am Stephanstag
in der Kirche von St. Nikolaus
Um Hoffnung weiterzutragen, dazu kamen die Ultner Bänkelsänger heuer zum 40. Mal am Stephanstag nach St. Nikolaus, um den Gottesdienst feierlich mitzugestalten.
Zu diesem Anlass hielt Pater Daniel Maas eine Laudatio auf diesen Männerchor, der 1984 unter der Leitung von Franz Marsoner gegründet wurde. Heute sind die Bänkelsänger weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt; sie organisieren sowohl geistliche als auch weltliche Konzerte und erfreuen sich großer Beliebtheit. Aus den bewegten Worten von Pater Daniel spürte man seine Begeisterung für die Musik und auch die herzliche Beziehung zu diesem Männerchor. Er dankte den Sängern mit warmen Worten dafür, dass sie jedes Jahr bereit sind, den Gottesdienst am Stephanstag so feierlich mitzugestalten und damit die Herzen der Menschen zum Klingen bringen. Die vielen Gottesdienstbesucher an diesem 2. Feiertag bestätigten dies auch durch ihre Anwesenheit.
Die Lesungstexte erzählten traditionsgemäß von der Steinigung des Stephanus. Als Evangelium wählte der Priester den Besuch der Hirten an der Krippe. In der Einleitung sowie in der Ansprache ging Pater Daniel auf das Evangelium ein und betonte, dass Gott um Weihnachten den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Gott erhebt uns, in dem er sich klein macht und sich in der Gestalt eines hilflosen Kindes in einem Stall versteckt. Nicht Theologen finden ihn, sondern arme Hirten. Gott geht dabei ein großes Risiko ein, sich in die Hände von Menschen zu legen. Das Kind rührt die Herzen der Menschen an, aber es ist auch ganz auf den Menschen angewiesen. Daher sind wir aufgerufen, selbst zur Krippe für dieses Kind zu werden, damit auch in uns Weihnachten werden kann.
Die Bänkelsänger erfreuten die Gottesdienstbesucher mit vielen bekannten und neuen Weisen aus ihrem reichen Repertoire und erhielten dafür nochmals einen Dank von Pater Daniel und einen ausgiebigen Applaus von der Bevölkerung.
Nach dem Segen appellierte Pater Daniel daran, dass wir das Licht von Weihnachten hinaustragen sollen in unsere Familien, in unser Dorf. Das Licht von Bethlehem soll in das Leben, in den Alltag hineinscheinen und die Botschaft vom Kind in der Krippe in die Welt zu tragen.
Von Herzen danken möchten die Pfarrgemeinden auch Pater Daniel Maas, der schon seit vielen Jahren in unsere Pfarreien kommt und uns immer wieder mit seinen tiefsinnigen und wohltuenden Worten begleitet. Ein herzliches Vergelt`s Gott. Wir hoffen, dass sowohl Pater Daniel als auch die Bänkelsänger uns weiterhin treu bleiben, denn Beständigkeit wird für unsere so unbeständige Welt immer wichtiger.
Fest der hl. Familie – mitgestaltet vom Ultner Männerchor
Am Fest der hl. Familie erfreute der Ultner Männerchor die Gottesdienstbesucher in St. Nikolaus mit seinen wohltuenden Gesängen. Die Wort-Gottes-Feier leitete Rita. Sie wies darauf hin, dass die Flucht der hl. Familie, die im Evangelium dargestellt wird, ganz nahe an den Lebensumständen vieler Familien heute ist. Durch menschliche Nähe kann aber die Nähe Gottes auch in so prekären Situationen erfahren werden. Der Gottesdienst endete mit der spannenden Frage, was das Heilige an der hl. Familie ist. Die Antwort darauf lautet: Es ist ihr tiefes Gottvertrauen in allen Lebenssituationen, die sie durch das Leben getragen hat.
Auch dem Ultner Männerchor, der uns mehrmals im Jahr mit seinen Weisen einlädt zur Ruhe zu kommen und uns neu auf Gott auszurichten, gebührt ein herzliches Vergelt`s Gott.
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