Hausgottesdienst

Hausgottesdienst 

ZUHAUSE IN GEMEINSCHAFT

Feiervorlagen für Gottesdeinste zu Hause:

Leuchten und teilen

In den dunklen Monat November hinein strahlen die Lebenszeugnisse von zwei bekannten und beliebten Heiligen: des hl. Martin und der hl. Elisabeth.

Während wir mit der hl. Elisabeth vor allem das Rosenwunder verbinden, verbinden wir mit dem hl. Martin die Legende mit dem Bettler, die im beliebten Martinsumzug besungen wird.

 

Das bekannte Martinslied: „Ich geh mit meiner Laterne…“ fasst in einfache Worte, was die innere Kraft der Geschichte vom hl. Martin ausmacht. Es gibt Werte und Ziele, an denen wir uns orientieren können wie an den Sternen am Himmel. Wenn wir diese Werte verinnerlichen und danach handeln, wenn wir wie Martin und Elisabeth denen helfen, die in Not sind, werden wir selbst zu Leuchtzeichen für andere.

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Das Fest des hl. Martin von Tours am 11. November

Martin wurde  316 als Sohn eines römischen Offiziers geboren und er wurde selbst schon früh Soldat im Regiment des Kaisers. Von seinem Aufenthalt mit einem  römischen Reiterregiment in Gallien wird die berühmte Geschichte mit dem Bettler erzählt:  Bekleidet mit seinem warmen Soldatenmantel zog Martin hoch zu Ross in eine Stadt ein. Da sah er am Tor einen Bettler, der halbnackt dasaß und fror. Kurz entschlossen zog Martin das Schwert, teilte seinen Mantel und gab die eine Hälfte dem Bettler. In der Nacht erschien ihm Christus im Traum als der Bettler, dem er geholfen hatte.

Martin, der schon früher von Christus gehört hatte, verweigerte bald darauf den Kriegsdienst, ließ sich taufen und zog sich in die Einsamkeit zurück, um Gott und den Armen zu dienen.

In einer weiteren Geschichte, die man mit dem hl. Martin verbindet, wird erzählt, dass die Leute von Tours einen Bischof suchten und ihre Wahl auf Martin fiel.

Martin, der nicht Bischof werden wollte und auch von einigen Bischöfen aus der Nachbarschaft für nicht würdig genug gehalten wurde, zog sich in einen Gänsestall zurück, doch die schnatternden Gänse verrieten ihn und auf dieses Zeichen hin wurde er doch  zum Bischof geweiht.

Aus dem  Soldaten  des Kaisers wurde ein Soldat Christi, der sich lossagte vom Recht des Stärkeren, der Barmherzigkeit und Güte ausstrahlte und sich einsetzte für gerechte Strukturen in Gesellschaft und Kirche.

Nach seinem Tod am 11. November 394 wurde er in der Kathedrale von Tours beigesetzt und schon bald wurde er weitum verehrt.

 

Nach:  St. Martin aus: A.Grün, A. Langenbacher, Das große Hausbuch für die ganze Familie, Vier-Türme-Verlag

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Das Fest der hl. Elisabeth am 19. November

Elisabeth von Thüringen wurde 1207 als  Prinzessin in Ungarn geboren;  schon mit 4 Jahren wurde sie verlobt und an den Königshof nach Thüringen gebracht. Die Gefühle von Kindern und Mütter zählten in dieser Zeit nicht, wichtig war für die Königshäuser nur eine vorteilhafte Heiratspolitik.

Trotz anfänglichem Heimweh fand Elisabeth im Fürstensohn Ludwig  zunächst einen guten Freund und später die Liebe ihres Lebens. Mit 14 Jahren wurde sie mit ihm verheiratet und sie schenkte ihm drei Kinder.  Elisabeth setzte manches durch am Fürstenhof, was den anderen nicht gefiel, z. B. dass Frauen ebenbürtig neben ihren Männern sitzen und essen durften.

Schon früh entwickelte sie auch eine soziale Ader und setzte sich unermüdlich für die Armen ihrer Stadt ein. Ihr Lebensstil wurde immer einfacher, doch Ludwig ließ seine junge Frau gewähren, denn er liebte sie sehr. Doch bald brach Ungemach über das junge Paar herein, denn Fürst Ludwig zog mit dem Kaiser in den Krieg, während Elisabeth ihr 3. Kind erwartete. Der Fürst erkrankte und starb und die junge Mutter blieb verzweifelt zurück, denn am Fürstenhof schlug ihr nun ein rauer Wind entgegen.

So entschied sich Elisabeth, zu den Armen zu ziehen, für die sie sich so eingesetzt hatte, doch diese nahmen sie, die nun selbst arm war,  nicht auf. Elisabeth musste ihre Kinder in ein Heim bringen und erbaute mit ihrem Erbe in Marburg ein Krankenhaus, denn für viele Kranke gab es keine Versorgung. Einige ihrer früheren Dienerinnen schlossen sich ihr an und pflegten mit ihr die vielen Menschen. Elisabeth schonte sich nicht und wurde nach wenigen Jahren selbst krank.  1231 starb sie mit nur 24 Jahren.

Ihr Sarg wurde in der Elisabethskirche aufbewahrt, doch ein Fürst ließ ihn stehlen. Ungeachtet dessen verehrten die Menschen die hl. Elisabeth weiterhin und viele Krankenhäuser tragen ihren Namen bis heute.

 

Als Heilige der Nächstenliebe ist Elisabeth heute aktueller denn je. Im Rosenwunder kommt ihr Wesen am klarsten zum Ausdruck. Die Legende erzählt, dass sie unter ihrem Mantel einen Korb voll Brot aus der Burg trug. Als ihr der Fürst begegnete fragte er sie, was sie unter dem Mantel verberge. Elisabeth antwortete: „Rosen.“ Der Fürst schlug ihren Mantel zurück und da fielen ihm die prächtigsten Rosen entgegen. Beschämt ließ der Fürst sie gewähren, denn er erkannte, dass Elisabeth Rosen der Liebe verschenkte.

 

Nach: Elisabeth aus: Das große Jahrbuch für Kinder von Hermine König

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