Ostern - Fest unserer Hoffnung
- 11. Apr.
- 4 Min. Lesezeit

Dank des Einsatzes vieler wurden die Karwoche und das Osterfest in St. Nikolaus und St. Gertraud wiederum zu einem Höhepunkt in unseren Pfarrgemeinden, mitgestaltet von vielen Kindern, aber auch von jugendlichen Instrumentalistinnen, von Kantorinnen und Lektorinnen und von Leiterinnen der Wort-Gottesfeiern und Priestern vorbereitet.
Eingestimmt auf die hl. Woche haben wir uns durch persönliche Vorbereitung und durch die Bußandacht: „Vom rechten Maß“ – geleitet von Carolina und mitgestaltet von den Kantorinnen und Julia mit der Querflöte in St. Nikolaus und der Lehrerin Maria mit Gitarre in St. Gertraud
Die Religionslehrerin Gudrun bereitet die Grundschulkinder von St. Nikolaus und St. Gertraud seit vielen Jahren auf das Passionsspiel am Palmsonntag vor, das von den Kindern mit viel Einsatz und Hingabe gespielt wird. Die Kinder zogen in St. Gertraud mit Palmbuschen ein und erwarteten den Priester Franz auf dem Kirchplatz, wo er das Evangelium vom Einzug in Jerusalem verlas und die Palmzweige segnete. Der Palmsonntag ist geprägt vom Zwiespalt zwischen „Hosianna“ und „Kreuzige ihn“. Die Kinder spielten mit viel Enthusiasmus die Leidensgeschichte nach Matthäus. Doch die Verurteilung Jesu und sein Tod haben nicht das letzte Wort, sondern finden ihre Fortsetzung in der Botschaft der Osternacht. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst am Palmsonntag in St. Nikolaus von der Frauengruppe und von Katharina mit der Klarinette, in St. Gertraud von Luis an der Orgel und der Singgruppe.
Am Gründonnerstag gestalteten die Erstkommunikanten in St. Nikolaus den Gottesdienst mit, der von der Religionslehrerin Gudrun vorbereitet und geleitet wurde. Im Zentrum dieser Feier stehen einerseits Brot und Wein als Symbol für geteiltes und verwandeltes Leben und zum anderen die Fußwaschung als Zeichen des Dienens und der Hingabe. Nach der Lesung aus dem Koritherbrief teilten die Kinder das Brot und schenkten sich gegenseitig den „Wein“ als Zeichen der Lebensfreude aber auch des vergossenen Blutes ein. Nach dem Evangelium nach Johannes wuschen sich die Kinder gegenseitig die Füße. Nach der vertiefenden Deutung dieser Symbole lasen die Kinder ihre treffenden Gedanken zur Fußwaschung vor und legten sie als Spuren auf den Boden. Julia mit der Querflöte begleitete die Lieder der Kantorinnen und verstärkte damit die dichte Atmosphäre dieses beeindruckenden Gottesdienstes, der in Stille und ohne Segen mit der Übertragung des Allerheiligsten endet. In St. Gertraud leitete Pater Daniel die Abendmahlfeier mit Übertragung des Allerheiligsten – mitgestaltet vom Organisten Luis und seiner Singgruppe.

Der Karfreitag wird in St. Nikolaus eingeleitet durch eine Anbetungsstunde mit Aussetzung des Allerheiligsten. Der Karfreitagsliturgie ist geprägt vom Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu. In St. Nikolaus leitete Verena die Feier, in St. Gertraud Rita. Nach einer einleitenden Deutung dieses Tages, welcher der Erinnerung an die Passion Jesu und damit der Trauer und der Solidarität mit Opfern von Unrecht und Gewalt gewidmet ist, folgt die Schriftlesung nach Jesaja über den Knecht Gottes. Die Leidensgeschichte nach Johannes wurde in St. Nikolaus mit verteilten Rollen dargestellt und durch Überlegungen zu unserem Leben und Verhalten sehr treffend aktualisiert. Im Anschluss folgte die Kreuzverehrung, die zeigt, dass die Herrschaft Gottes gerade in Umkehrung irdischer Machtverhältnisse sichtbar wird. Die Teilnehmer wurden eingeladen, sich vor dem Kreuz zu verneigen und in St. Nikolaus Blumen vor das Kreuz zu legen, die über Tod und Trauer hinausweisen. In den großen Fürbitten kamen die Anliegen der Welt zur Sprache. Die musikalische Gestaltung übernahmen in St. Nikolaus Julia und die Kantorinnen, in St. Gertraud Luis und die Singgruppe.

Die Feier der Osternacht steht im Zeichen von Licht und Wasser und beginnt mit dem Entzünden des Osterfeuers und der Osterkerze vor der Kirche und mit dem Einzug in die dunkle Kirche. Während die Minis die Kerzen der Gläubigen mit dem Osterlicht entzünden, trägt der Vorsänger das feierliche Exultet vor. Die Feier wird fortgesetzt mit Lesungen aus dem AT, um dann eine Brücke zu schlagen zur Taufe und zur Auferstehung Jesu aus dem Tod. Kinder spielten dabei das Evangelium nach Matthäus nach, das erzählt, dass Jesus nicht im Grab blieb. Gudrun, die die WGF in St. Nikolaus leitete, betonte in der Ansprache, dass die Frauen durchlässig waren für die Botschaft des Engels am Grab, während jetzt die Mächte dieser Welt in Todesstarre fielen, wie die Kinder sehr gut darstellten. Der Auferstandene gibt den Frauen den Auftrag, die Jünger nach Galiläa zu schicken. Von dort aus wird er sie senden, um allen Völkern die gute Nachricht zu verkünden und sie auf den Namen Jesu zu taufen. Anschließend folgte der Lobpreis über das Wasser und die Tauferneuerung. In St. Gertraud wurde der Gottesdienst fortgesetzt mit der Eucharistiefeier, geleitet von Pater Daniel. Mitgestaltet wurde die WGF in St. Nikolaus von der Chorgruppe unter der Leitung der Organistin Konstanze aus Deutschland, während ihr Sohn Jakob das Exultet vortrug. In St. Gertraud gestaltete der Kirchenchor den Gottesdienst mit.

Am Ostersonntag feierte der Seelsorger Franz in beiden Pfarreien den feierlichen Ostergottesdienst. Im Mittelpunkt steht die Freude über die Auferstehung Jesu, der den Tod besiegt hat. Das Evangelium nach Johannes erzählt von der Begegnung Jesu mit Maria von Magdala und Pfarrer Franz hob ihre Bedeutung als erster Apostelin hervor. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst in St. Nikolaus wieder von der Chorgruppe und Katharina mit der Klarinette unter der Leitung der Organistin Konstanze, in St. Gertraud vom Kirchenchor. Abschließend segnete Pfarrer Franz die mitgebrachten Osterspeisen.
Die Bäuerinnen luden die Bevölkerung anschließend auf dem Dorfplatz zu einem Umtrunk mit Verkostung des Osterbrotes ein.
Abgeschlossen wird die hl. Woche mit dem Ostermontag, der den Übergang zu unserem Leben im Alltag darstellt. Dies kommt auch in der Emmauserzählung zum Ausdruck, der für unseren Lebensweg steht, mir Enttäuschung, Fragen, Zweifeln, der aber auch getragen wird von der Hoffnung, dass Jesus unseren Weg begleitet und zu einem guten Ende führt. Carolina leitete die WGF, die in St. Nikolaus von Greta und Anna und in St. Gertraud von und der Singgruppe mitgestaltet wurde.
Ein großer Dank gilt allen, die zur Vorbereitung und zur feierlichen Gestaltung der Karwoche und des Osterfestes beigetragen haben, ganz besonders den Kindern und der Religionslehrerin Gudrun, den Leiterinnen der Wort-Gottesfeiern, den Singgruppen, Lektor*innen Ministrant*innen und Mesnern, die in dieser Woche in Dauereinsatz waren, aber auch den Bäuerinnen und den vielen stillen Helfern und Helferinnen im Hintergrund.
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